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Das Bülow -Haus Schwerin-

Ein Wahrzeichen der Schweriner Schelfstadt



Das Bülow Haus hat seinen Namen von Wilhelm Bülow (1885-1925) erhalten. Dem in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts weit über die Grenzen Schwerins bekannten Antiquar, Buchhändler und Verlger. Er führte hier eine bedeutende Buchhandlung und Verlagsanstalt. Der einmalige Fundus seltener und kostbarer Bücher und später Musikaliensammlung "bei Bülow" war bekannt als excellente Fundgrube, die viele Interessenten und Liebhaber alter Bücher und auch Studenten von weit her - nicht nur zum "Stöbern" - anlockte.
 

Nach dem frühen Tod vom Wilhelm Bülow führte seine Frau Erna Bülow das Geschäft - inzwischen war auch noch ein Handel mit antiken Möbeln, mit Bildern und verschiedenem Hausrat hinzugekommen - über die schwierigen Zeiten der Welt­wirtschafts­krise und des 2. Weltkriegs bis 1952 weiter. Als die DDR Anfang der 50er Jahre die Repressalien gegen private Gewerbetreibende forcierte, wurde auch der Sohn Wilhelm Bülows, Wolfram Bülow, der das Geschäft inzwischen übernommen hatte, unter Druck gesetzt. Man warf ihm Spionagetätigkeit für den Westen vor. Wolfram Bülow wurde von der Stasi verhaftet, verhört und zu Gefängnis verurteilt und später zur Geschäftsaufgabe gezwungen.

Der wertvolle Bestand der Bülowschen Kunsthandlung ist verschollen. Bei Nacht und Nebel wurden alle Bücher und andere undwiederbringlichen Sachen von den Behörden abtransportiert. Spätere Nachforschungen über den Verbleib verliefen bisher ergebnislos.

Mittel zu notwendigen Reparaturen fehlten jetzt völlig. Das einst stolze Anwesen verfiel zusehends. Das Hinterhaus wurde baupolizeilich gesperrt, nur in den Geschäftsräumen des Erdgeschosses verblieben nich für kurze Zeit unterschiedlich genutzte Gewerberäume.


Bereits in einem städtebaulichen Wettbewerb 1968/69 zur "Umgestaltung Schwerins" war dieses alte bedeutende historische Schelfstadt-Ensemble mit gewaltigen Neubauten überplant worden. Das Haus stand ab Anfang der 80er Jahre endgültig leer und war dann wie veile von der Stadt verwalteten Häuser in der völlig vernachlässigten Schelfstadt dem Verfall überlassen - denn diese Häuser "passten nicht mehr in das sozialistische Stadtbild" der Bezirksstadt Schwerin.


Noch gerade rechtzeitig vor dem endgültigen Verlust konnte dieses ehrwürdige Haus mit hohem persönlichen Einsatz und ganz viel Engagement aller in der Vorbereitungs- und Bauphase Beteiligten, mit viel Liebe zum Detail und unter Beachtung der für diesen prädestinierten Standort geltenden denkmalpflegerischen Grundsätze gerettet werden. Seit Mitte 1995 erstrahlt das Bülow-Haus nun im neuen, alten Glanz und öffnet seine Türen wieder für Gäste aus aller Welt, zwar nicht mehr als Antiquariat und Buchhandlung, sondern als freundliche Gaststätte.

Jetzt wieder ein architektonisches Schmuckstück nach nur gut einjähriger Bauzeit, von 1994 bis mitte 1995 erlebt das Bülowhaus nun eine zweite Blüte!

Seit 2010 öffnet das historische Bülow-Haus nun seine Türen als  "Das Steakhouse Schwerin", welches mit ausgewogenen Steakspezialitäten Gäste und Staunende verzaubert.